Reiki Geschichte

Reiki wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Japaner Mikao Usui entdeckt und entwickelt. Er nannte die von ihm nach intensiver Meditationspraxis gefundene Heilmethode „Usui Reiki Ryoho Gakkai“ (Usui Reiki Heilungsgesellschaft). Bis Usui 1926 starb, soll er etwa 16 oder 18 Reikimeister eingeweiht haben.
Die Ursprünge des Reiki gehen vermutlich sehr weit zurück. Informationen über die Zeit vor der schriftlichen Überlieferung, sind allerdings nur durch Channeling möglich. So gewonnene Aussagen bleiben natürlich irgendwie spekulativ und mögen von vielen Menschen gar als Spinnerei abgetan werden. Sie sind aber die einzigen möglichen Quellen wenn wir mehr über diese Dinge erfahren wollen. Diane Stein, eine wunderbare amerikanische Reiki-Meisterin unorthodoxer Art, erzählt von den Ergebnissen aus Channeling Sitzungen, die sie durchführte etwa folgendes:
In sehr frühen Urkulturen wie Mu und Atlantis waren Methoden wie Reiki vermutlich noch ganz und gar verbreitet. Sie sollen mit dem Planeten zugleich entstanden sein und durch Shiva, der indischen Göttin (heute männlich) den Menschen gebracht worden sein. So wurde es mit der Erschaffung des menschlichen Körpers als Geburtsrecht für alle Menschen in den genetischen Code eingepflanzt. Mit der Zerstörung von Mu und Atlantis geriet die gesamte Erdenkultur in eine schwere Krise, durch die nur noch einzelne wenige das Wissen über dieses Heilungssystem behielten.

Hawayo Takata ist es zu verdanken, dass Reiki im Westen bekannt wurde. Die Geschichte, die sie über Reiki erzählte, hat sich allerdings in vielen Teilen als nicht authentisch erwiesen. Dass sie auch heute noch von den Anhängern und Nachfolgern von Frau Takata, gern ausgiebig und eindrucksvoll den Reiki-Schülern vorgetragen wird und trotz ihrer Unwahrheiten sogar in neueren Reiki-Büchern auftaucht, ist sehr bedauerlich.

In Kürze wiedergegeben, wird etwa Folgendes erzählt:
Tief betroffen durch die beharrliche Frage seiner Studenten an der Doshisha Universität in Japan, nach den Heilungsmethoden von Jesus Christus, begab sich der Theologe und Präsident der Universität, Dr. Mikao Usui, Ende des 19. Jahrhunderts auf eine langjährige Suche nach der Lösung dieser Frage. Nach intensiven Studien der christlichen Theologie (Universität Chicago, die er angeblich einen Doktor Grad in alten Sprachen erwarb) und des Buddhismus gelang es Usui schließlich aufschlussreiche buddhistische Texte in einem japanischen Zen-Kloster aufzuspüren. Daraufhin unterzog er sich einer mehrwöchige Meditation und Fastenzeit in der Einsamkeit, die schließlich sein Herz vollends für die gesuchte Wahrheit und Heilungsmethode öffnete. So wurde durch Dr. Mikao Usui schließlich eine alte Weisheit wiederentdeckt, die nun im Laufe der nächsten Jahrzehnte unter dem Namen Reiki weltweit bekannt werden sollte.

Verschiedene Untersuchungen fanden aber keine Beweise für einen Aufenthalt von Dr. Usui an der Doshisha Universität (nicht als Professor und nicht als Student). Ebenso wenig gibt es Unterlagen über seine angeblichen Studien in Chicago, noch viel weniger über seine Promotion. Vermutlich wurde diese Geschichte von Hawajo Takata erfunden, um Reiki für die Christen und Menschen der westlichen Welt annehmbarer und interessanter zu gestalten. Leider verbreitete sie außerdem die Unwahrheit, dass alle Reiki-Meister in Japan im 2. Weltkrieg gestorben seien. Wer sich genauer für die jüngsten Informationen zur Reiki-Geschichte interessiert, sollte sich die Bücher von Arjava Petter oder seine Homepage ansehen (reikidharma.com).
In der westlichen Linie übertrug Dr. Chujiro Hayashi, einer von zahlreichen Schülern Usuis, die Meisterschaft auf Hawayo Takata. Hawayo Takata ernannte keine direkte Nachfolgerin, soll aber 22 Reikimeister eingeweiht haben, unter anderem Phyllis Furumoto (ihre Enkelin) und und Dr. Barbara Ray. Beide gründeten ihren eigenen Verband, die Reiki-Alliance und die American-International Reiki-Association (A.I.R.A) (heute Reiki Radiance Technique Association International). Phyllis Furumoto verlies allerdings bereits 1992 die Reiki Alliance, weil sie, so wird gesagt, dadurch die Unabhängigkeit des Verbandes unterstützen wollte.
Weitere Verbände wurden im Laufe der Zeit ins Leben gerufen. Leider beanspruchen heute manche dieser Verbände auf teilweise recht unangenehme Weise für sich die Weisheit der Lehre und versuchen andere abzuqualifizieren. Jede Menge anderer Auswüchse zieren inzwischen die Landschaft; es bleibt nur zu hoffen, dass sie die natürliche Selbstreinigungskraft des Reiki nicht lange überdauern werden. Inzwischen wurde Reiki sogar schon Opfer von Patent- und Schutzrechtsansprüchen. Neben den verschiedenen Verbänden gibt es inzwischen eine große Zahl von freien Reiki-Lehrern/Meistern, die sich keinem dieser Vereine verpflichtet fühlen.
Frank Arjava Petter und seiner früheren japanischen Frau Chetna Kobayashi ist es zu verdanken, dass in den letzten Jahren viel Klarheit in das ursprüngliche japanische Reiki von Mikao Usui gebracht wurde. Anders als von Hawayo Takata immer dargestellt, gibt es durchaus noch japanische Reiki-Meister in der direkten Folge von Usui und die von ihm gegründete Usui Reiki Ryoho Gakkai ist dort sehr aktiv.

© Elmar Woelm 2016 - www.reiki-osnabrueck.de